Advents-Rentier

Auf die „Simply Nähen“ sind wir durch diese Anfrage damals aufmerksam geworden: https://weiberkombinat.wordpress.com/2016/02/28/weiberkombinat-in-der-aktuellen-simply-naehen-verlosung/.

Jetzt kauft meine Mutti die Zeitschrift ab und an, das aktuelle Exemplar (06/2016) hat sie an mich weitergegeben. Die Tochter wiederum hat darin das „Rentier Rudolph“ entdeckt und mich überzeugt dass wir dieses nun ganz unbedingt mal nähen müssen.

Hier seht Ihr das Resultat, darf ich vorstellen: Fred und Rudi.weiberkombinat-2016-1

Wir haben (natürlich ;o) nicht streng nach Vorlage gearbeitet. Statt eines „geplotteten“ Gesichts habe ich mich für Filzaugen und einen gestickten Mund entschieden. Die Tochter hat den Mund mit einem Textilmarker aufgezeichnet und für die Augen tolle, schimmernde Knöpfe benutzt (kommt auf dem Foto leider nicht so zur Geltung). Die roten Nasen sind beide aus Filz. Der braune Stoff sind Reste eines tollen Wollstoffes, der wie Filz nicht franst und deshalb nicht versäubert werden muß, was toll bei den Geweihen war.

Ein wirklich schönes und einfaches Nähprojekt!

weiberkombinat-2016

Frohes Schaffen!

Eure Anja

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Upcycling: Socken-Klapper-Schlange

Titelbild

Es wird kälter und die Sommersöckchen werden gegen dickere Socken getauscht. Wer Kinder hat kontrolliert vielleicht auch die Passform und sortiert einige aus. Andere Socken haben durch Löcher in der Ferse schlicht ausgedient.

Ich hatte schon öfter mal Sockenschlangen in anderen DIY-Beiträgen gesehen und fand die Idee witzig, v.a. da ich wußte dass früher oder später einiges an Material in unserem Haushalt anfallen würde. Wir haben ein Weilchen die Kindersocken aufgehoben und hatten schnell einen ganzen Haufen zusammen.

Das Material_1

Zuerst habe ich eine Vorauswahl getroffen und mich für zusammenpassende Muster und Farben entschieden.

2.

  1. Ich habe alles außer dem Schaft der Socken abgeschnitten.
  2. Danach wurde die Reihenfolge der Sockenstücke festgelegt.
  3. Die einzelnen Teile rundherum mit einem Zickzack- oder Elastikstich verbinden und …
  4. … dabei auf eventuell bereits vorhandene Nähte achten (sieht schöner aus).

3.

Für den Kopf habe ich eine Erwachsenensocke mit Wollanteil ausgesucht, welche zu heiß gewaschen wurde und ordentlich eingelaufen ist. Dadurch ist sie erstens nicht mehr tragbar und zweitens sehr, sehr fest in der Struktur. Also optimal für den Schlangenkopf ;o). Hier wurden die Sohle und Ferse mit verwendet, ich habe das ganze so nach innen eingeschlagen dass oben eine doppellagige Fläche entsteht und unten sich die Ferse wie ein Unterkiefer vorschiebt.

4.

Fix einen Streifen knallroten Filz zugeschnitten und in die Schlangenschnauze gesteckt. Danach entlang der Umschlaglinie zusammennähen und dabei gleichzeitig die Zunge befestigen. Nun kann auch der Kopf angenäht werden.

5.

Für die Schwanzspitze habe ich einfach…

7. … die Ecken abgesteckt und …

8. … halbrund zusammengenäht.

9. Beim Annähen der Spitze ein Füllloch offen lassen!

Da es unbedingt eine Klapperschlange sein sollte, braucht man jetzt noch was zum klappern ;o).

6.

Dafür habe ich …

10. … ein Ü-Ei mit Erbsen gefüllt …

11. … mit Füllwatte gepolstert und …

12. … mit Garn umwickelt.

Dann die Schlange fertig stopfen und die Füllnaht per Hand verschließen.

So eine Schlange muß natürlich auch gut (um nicht zu sagen hypnotisierend ;o) gucken können. Glücklicherweise waren in der Knopfkiste noch ein Paar diesem Zweck sehr dienliche Knöpfe zu finden. Diese rasch per Hand annähen.

Meine Kinder klärten mich dann noch auf, dass eine Klapperschlange am „Klapperschwanz“ sehr speziell aussieht: die sogenannte „Schwanzrassel“ erinnert ein bißchen an eine dicke Raupe. Also wurde noch mit Hilfe von Elastik-Haargummis der hintere Teil des Schwanzes mehrfach mit dem Klapperei in der Mitte abgebunden. Man kann natürlich auch Garn verwenden.

SchwanzklapperIch darf vorstellen: unser neues Haustier Klappi-Schnappi!

Genießt den Herbst und seid herzlich gegrüßt!

Eure Anja

Geschenk zur Geburt – Ein Bezug für die Wickelunterlage

Wickelunterlage 1Wenn alles gut geht (und davon gehe ich jetzt mal aus ;o), dann werde ich ganz bald Tante. Als Mutter zweier Kinder habe ich mich beim Ausblick auf ein Baby nur schwer im Griff (in den Arm nehmen wollen, knuddeln wollen, vom Schreien abhalten …) und so ist die Baby-Begrüßungs-Besuchfahrt in die Ferne schon fest geplant.

Das Paket mit den Mitbringseln nützlicher Dinge aus der Babyzeit meiner Kinder ist gepackt, kleine Geschenke gekauft, mein wunderbares Tragetuch bereits vorausgeschickt (kann man ja von Anfang an gut brauchen).

Nun wollte ich gern auch etwas Nützliches verschenken dass sonst keiner so hat, also gern etwas selber machen.

Ich hatte beim ersten Kind eine Wickelunterlage für unterwegs beim schwedischen Möbelhaus gekauft. Diese hatte an drei Seiten aufblasbare Rollen um das Kind vorm Runterkullern zu schützen. Leider war eine davon von Anfang an undicht, so dass ich beherzt alle Rollen entfernte. Übrig blieb eine praktische, kleinere Wickelunterlage für unterwegs.

Ich hatte mir damals einen Bezug aus Fleece mit Pinguin-Aufdruck genäht. Fleece wird leider mit der Zeit nicht schöner, deshalb sollte auf jeden Fall ein neuer Bezug her. Da wir schon wissen dass es ein Mädchen wird, fiel die Wahl auf ein Badehandtuch bei welchem ich schon beim Kauf innerlich die Schere in der Hand hatte (mir schweben Handtücher für die Küche vor, dazu mehr in einem späteren Beitrag ;o).Wickelunterlage 2Zuerst wurde der Zuschnitt festgelegt. Ich habe ihn so ausgewählt dass das Original-Wäscheetikett am Bezug bleibt (die Beschenkte muß ja wissen, wie man ihn ohne Schaden waschen kann) und ich die breite Kante des Original-Handtuches gleich für den Verschluß nutzen kann. Danach zuschneiden und sich über die Fusselei freuen (das Nähzimmer vorher zu saugen lohnt sich als nur bedingt) und die soeben zugeschnittene Oberkante vernähen. Damit es nicht weiter fusselt habe ich neben der normalen Geradstich-Verschlußnaht noch einen breiten Zickzackstich verwendet. Wenn man nach dem Zusammennähen die Kante ein paarmal durch die Finger zieht, hört es irgendwann ganz auf zu fusseln. Jetzt könnte sich ein Staubsaugereinsatz lohnen.

Wickelunterlage-3Bevor man auch die Öffnung an der Seite zunäht, bietet es sich an den Verschluß des Bezuges zu befestigen. Ich hatte erst an Bänder im gleichen Rot der Saumeinfassung gedacht, aber mir dann überlegt dass die weniger dekorative Variante mit den Klettverschlüssen am Ende doch die praktischere ist. Wer schon mal ein Baby versorgt hat, weiß dass es oft schnell gehen muß und umso unkomplizierter die Handhabung, desto besser.

Nun platziert man die Klettverschlüsse an den gewünschten Stellen und näht sie an. Das gleiche auf der anderen Seite, hier darauf achten dass sie sich auch wirklich „treffen“.

Nun die letzte noch offene Seite zusammennähen und … et voila … der Bezug ist fertig.

Wickelunterlage-4Ich hoffe meiner Nichte und ihrer Mama gefällt der Bezug. Er ist jedenfalls kuschelig weich, leicht zu handhaben und ein UNIKAT. Ein Hingucker mit seinem Retro-Blumen-Design ist er sowieso (finde ich zumindest ;o).

             So meine Süße, jetzt komm ganz schnell und unkompliziert auf die Welt …                                                           du wirst freudig und ungelduldig erwartet ;o).

Bis bald und eine schöne Zeit!

Eure Anja

Angela: Schokoladenverpackungen upcyceln

In der Weihnachtszeit fällt traditionell viel Schokoladenpapier an. Und da auch Aluminium ein endlicher Rohstoff ist, hier eine Weiterverwertungsidee: IMG_20131213_121450Für alle die es jetzt in den Fingern juckt, die aber eine Anleitung bräuchten, hat Angela ein pdf erstellt. Runterladen kannst du es hier: Schokotäschchen.

Funktioniert übrigens auch mit Illustrierten die auf hochwertigerem (also etwas festerem)  Papier gedruckt sind.